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Lasst uns über Dürre reden: Der IPCC – Bericht ist da

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Der Bericht enthält wichtige Fortschritte in diesem Bereich. Im letzten Bericht (vor 8 Jahren) waren sich die Wissenschaftler nicht sicher, ob einige der schlimmen Dürreperioden, die wir erleben, vom Menschen verursacht wurden. Die Dinge haben sich geändert.

Zunächst einmal: Was ist eine #Dürre? Das ist kompliziert! Man braucht geringe Niederschläge, aber auch Dinge, die dem Land Wasser “entziehen” (Wind, Temperatur, Verdunstung), sind wichtig. In Kapitel 8 finden Sie ein Diagramm mit all diesen Faktoren. Wir haben versucht, es einfach zu gestalten, aber

Wo hat der menschliche Einfluss die Dürre bisher verschlimmert? Zwei Brennpunkte sind der Westen Nordamerikas und der Mittelmeerraum. Diese Orte sind im SPM mit braunen Sechsecken und Doppelpunkten gekennzeichnet (mehr Vertrauen in den menschlichen Einfluss)

Interessant an diesen Orten ist, dass es nicht die geringen Regenmengen sind, die schlimme Dürreperioden verursachen. Es sind die hohen Temperaturen (eine Folge der steigenden Treibhausgase), die zu sogenannten “heißen Dürren” führen.

Eine “heiße Dürre” entsteht, weil die Atmosphäre, wenn sie wärmer ist, auch durstiger ist. Eine warme Atmosphäre verdunstet mehr Wasser aus den Böden und verschlimmert so die Dürreperioden. Bei gleichem Rückgang der Niederschlagsmenge kommt es also zu einer schwereren Dürre

Ein Beispiel: die Dürre 2012-2014 in Kalifornien. Eine Analyse von Baumringdaten von @thirstygecko & @locallyabsent zeigte, dass diese Dürre in Bezug auf die geringen Niederschläge nicht ungewöhnlich war, aber wenn man die Bodenfeuchtigkeit berücksichtigt, war sie eine der schlimmsten seit 800 Jahren!

Lassen Sie uns in die Zukunft blicken. Was können wir bei höheren Emissionen erwarten? Diese Karte aus FAQ 8.3 hebt Orte hervor, an denen sich die Dürre laut Prognosen verschlimmern wird.

Es überrascht nicht, dass viele halbtrockene Gebiete (westliche NA, Mittelmeer, Chile, Südwest-Australien, Süd-Afrika) voraussichtlich trockener werden, aber auch einige feuchte Gebiete wie die Karibik und der Amazonas sind auf dieser Karte verzeichnet.

Abbildung 8.19 zeigt detaillierter, wie die prognostizierten Veränderungen mit dem Emissionsszenario skalieren. In dieser Darstellung wird das Dampfdruckdefizit (Vapor Pressure Deficit, VPD) als Maß für den “Durst” der Atmosphäre verwendet. Die Bodenfeuchtigkeit spiegelt das Gleichgewicht von Niederschlag, Verdunstung und Transpiration wider.

Unterm Strich: Mehr Emissionen = durstigere Atmosphäre = schwerere Dürreperioden. Wenn wir die Emissionen eher früher als später reduzieren, können wir die schlimmsten Szenarien vermeiden.

Quellen/Original/Links:
https://twitter.com/leafwax/status/1424777472420155392

Übersetzung:
https://www.deepl.com/de

Paleoklimatologin
Jessica Tierney

Jessica Tierney

Herzlich willkommen! Ich bin Dr. Jessica Tierney, eine außerordentliche Professorin an der Universität von Arizona. Ich untersuche vergangene Klimaveränderungen (Paläoklimatologie), um zu erfahren, wie das Erdsystem funktioniert und was die Zukunft bringt. Meine Forschungsgruppe konzentriert sich auf die Untersuchung vergangener Klimazonen auf verschiedenen Zeitskalen, wobei organisch-geochemische Techniken und statistische Klimarekonstruktion zum Einsatz kommen. Ich bin… Weiterlesen »Jessica Tierney