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Die Hitzewelle im Juni war bisher das tödlichste Wetterereignis in Kanada

30 September, 2021
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Seitdem hat sich meine Berichterstattung auf die Beantwortung von zwei Fragen konzentriert: Wer war am stärksten betroffen und warum?

Diese Geschichte wird heute veröffentlicht.


Unveröffentlichte Daten aus der Notaufnahme sowie Baumkronen und Satellitenbilder geben Aufschluss darüber, warum einige Stadtteile stärker betroffen waren als andere.


Im Vergleich zu den wohlhabenderen Vierteln der Stadt verdreifachten sich die Notarztbesuche in Vancouvers Downtown Eastside, wo es nur wenige Bäume gibt und die Temperaturen stark ansteigen.

In South Vancouver, einem anderen baumarmen Viertel, verdoppelten sie sich.


Die Gesundheitsbehörden wissen, dass in ärmeren Vierteln, in denen die Menschen allein leben, mehr Menschen sterben.

Aber in einer Stadt, die danach strebt, die “grünste” zu sein, ist der Zugang zu Bäumen keine Selbstverständlichkeit, und eine schattige Ungleichheit hat viele Viertel von Vancouver ins Hintertreffen gebracht.


Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Person, die in Vancouver unter einem Baum steht, einen Temperaturrückgang von bis zu 17 °C spüren kann.

Angesichts der Hitzewellen, die im Juni 2040 voraussichtlich alle 5-10 Jahre wiederkehren werden, kann ein gut platzierter Baum Leben retten.


Ich habe mit Bürgerinitiativen gesprochen, die Löcher in den Baumkronen der Stadt füllen, indem sie Menschen in klimatisierte Schiffscontainer zwängen.

Langfristig, so sagen mir Experten, wird das nicht ausreichen.


Ein Bewohner der DTES hat das Überleben in den Zwischenräumen zwischen Schatten und Wasser gemessen.

“Ich habe mich an verschiedenen Stellen bewegt. Ich tränkte mich an den verschiedenen Wasserstellen”, erzählte mir Vanessa Csurbi. “Man hat nicht diese großen, üppigen Bäume.”


Vancouver hat einen Plan. In den letzten zehn Jahren wurden über 150.000 Bäume gepflanzt. Aber wenn man Orte wie die DTES und South Vancouver ins Visier nimmt, muss man einen Betondschungel aufreißen.

Während die Metro-Region wächst, geht die Zahl der Bäume drastisch zurück. Könnte die Stadt einen Weg in die Zukunft bieten?


Randbemerkung: Für diesen Artikel habe ich Dutzende von Personen befragt. Viele blieben ungenannt.

Hier also ein ausführliches Interview mit einem Beamten und wie er die Rolle der öffentlichen Gesundheit angesichts des Klimawandels neu überdenkt: https://bit.ly/3ieWGQs

Quellen/Original/Links:
https://twitter.com/StefanLabbe/status/1442875239793246219

Übersetzung:
https://www.deepl.com/de/translator

Umweltjournalist
Stefan Labbé

Stefan Labbé

Stefan Labbé berichtet für Glacier Media über Klima- und Umweltlösungen in British Columbia. Der ehemalige Digitalreporter der Tri-City News hat bereits für den Guardian, die Globe & Mail und PBS Newshour gearbeitet.